Hitze führt zu Lieferschwierigkeiten über die gesamte Lieferkette und trifft auch Tankstellen- und Convenience-Shops

Hitze führt zu Lieferschwierigkeiten über die gesamte Lieferkette und trifft auch Tankstellen- und Convenience-Shops

In diesem Sommer brechen die Temperaturen alle Rekorde. In vielen Orten steigt das Thermometer über 38 Grad Celsius. Laut Deutschem Wetterdienst haben wir in diesem Jahr den wärmsten April seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 erlebt. Im Folgemonat Mai wurden ähnliche Werte verzeichnet. Seit Monaten ist es also bereits wärmer als in den vergangenen Jahrzehnten und parallel zum Quecksilber steigen nun auch die Getränkeumsätze. Allein den kleinen Finger zu bewegen, bringt uns zum Schwitzen. Laut dem Marktforscher Nielsen wuchs der Umsatz der alkoholfreien Getränke in der Tankstelle im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 12%; Bier wuchs um 8% und Impulseis sogar um 18%. Allerdings hat ja bekanntlich jede Medaille zwei Seiten. Durch die lähmende Hitze hat niemand Lust darauf, leere Getränkekisten wieder in den Markt zu bringen – der Weg in den Keller oder den Vorratsraum ist im Zweifel kürzer. 

Lieferschwierigkeiten und Produktionsausfälle durch fehlendes Leergut….

So produktiv dieses Handeln für den schwitzenden Einzelnen ist, so kontraproduktiv wirkt sich das Bunkern leerer Wasser- und Bierkisten auf die Brauereien und Brunnen aus, die diese Flaschen wieder neu befüllen müssen. Der Mangel an Leergut geht sogar so weit, dass es zu Lieferschwierigkeiten und Produktionsausfällen kommt. Einige Brauereien starten nun „Hilferufe“ in den sozialen Netzwerken mit der Bitte an die Follower, ihr Leergut im eigenen Interesse doch wieder zurück in die Märkte zu bringen. Lieferengpässe gibt es bei Limonade, Bier und Wasser. 

...und Getränke in Einwegflaschen

Eine zunehmende Knappheit entsteht jedoch nicht nur aus den fehlenden Leergut-Flaschen. Die Produktionskapazitäten sind aufgrund der langanhaltenden Hitzeperiode häufig über der Kapazitätsgrenze und dennoch reichen die produzierten Mengen noch lange nicht aus, um den anhaltend großen Bedarf zu decken. Selbst dann, wenn produziert werden kann, stehen fehlende Frachtkapazitäten dem Transport der Ware an die Handelslager entgegen. Nach Angaben der Logistikbranche fehlen nicht nur der Frachtraum, sondern auch 45.000 LKW-Fahrer, die dann u.a. auch die Getränke in die Lager transportieren sollen.

MCS-Geschäftsführer Torsten Eichinger sagt dazu: „Die Getränkebeschaffung bringt uns als Tankstellengroßhändler derzeit gleich mehrfach in eine Zwickmühle. Bei Mehrweggetränken, insbesondere Bier, fehlt inzwischen einiger unserer Lieferanten das Leergut zum Abfüllen der Getränke. Aber auch Einweggetränke sind betroffen, da viele Hersteller seit Wochen an der Kapazitätsgrenze produzieren. Selbst wenn die Ware dann an der Laderampe des Abfüllers steht, kann es passieren, dass er keinen Spediteur findet, der die Getränke zu unseren Großhandlungen fährt, weil der Frachtmarkt keine Kapazitäten mehr hat.“

Was können Shops tun, wenn sie von Lieferschwierigkeiten betroffen sind?

Mehrweg-Getränke im LagerViele Kunden bevorzugen eine bestimmte Bier,- Wasser- oder Limonadensorte. Im Zweifel wird aber niemand, der seinen Durst stillen möchte, ein Getränk im Regal stehen lassen und bei 38 Grad im Schatten dann eben nichts trinken.

Daher lautet die Empfehlung von Daniel Knüver, Vertriebsleiter MCS-Partner Naschwelt: „Ich empfehle aktuell, alle Lücken im Regal, die aufgrund fehlender Artikel entstehen, kurzfristig durch vergleichbare Alternativen zu schließen. Im Augenblick zählt für den Shopkunden weniger die individuelle Marke, sondern die sofortige Verfügbarkeit eines durststillenden und gekühlten Produktes. Insbesondere bei fehlendem Mineralwasser oder Limonaden sollte auf Alternativen ausgewichen werden. Hier bieten sich beispielsweise die regionalen Brunnen statt der fehlenden nationalen Marke an. Wichtig ist es, dass im „Normalzustand“ wieder auf die bewährten Renner gesetzt wird. So verliert man in dieser absoluten Ausnahmesituation keine Umsätze und kann von dem Absatzhype profitieren.“

Nutzen Sie also die Getränkeknappheit zu Ihrem Vorteil! Bestellen Sie auch (regionale) Alternativen zu den nationalen Marken bei Ihrem MCS-Großhändler, statt durstige Kunden vor einem leeren Regal stehenzulassen. 

10 Tipps, wie Sie die Hitzewelle für Ihren Shop nutzen können, finden Sie hier

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