MCS Convenience Campus: So rüsten sich Convenience-Shops für die Zukunft

MCS Convenience Campus: So rüsten sich Convenience-Shops für die Zukunft

“Handel ist Wandel”: Unter diesem Motto lud die MCS-Zentrale zum MCS-Convenience Campus nach Fulda. Das Motto ist aktueller denn je. Denn, wie hochkarätige Referenten eindrucksvoll darstellten, werden E-Mobilität und digitale Technologien das Geschäft der Convenience-Stores nachhaltig beeinflussen.

 

Unbemannte Shops, im Auto aufgegebene und sofort bezahlte Snack-Bestellungen, neue Kiosk-Sortimente aus dem 3D-Drucker vor Ort: „Das sind keine Visionen mehr“, rüttelte Sandro Megerle, Trendforscher von Trendone, die Teilnehmer gleich zu Beginn der zweitätigen Campus-Veranstaltung wach. „Neue VW-Autos sammeln bereits Daten und verbinden sie mit passgenauen, lokalen Angeboten.“ Sandro Megerle auf dem MCS Convenience CampusDie Vernetzung der Customer Journey sei durchgängig: „In den USA sind mehr als 40 Händler bei Google Express bzw. Google Home vertreten. Selbst in Deutschland besitzen 13 Prozent der Haushalte Smart Speaker“, appellierte Megerle, sich mit modernen Vertriebswegen auseinanderzusetzen. Und ebenso mit dem Thema E-Mobilität: „Es ist doch kein Zufall, dass Aldi beginnt, seine Filialen mit Ladestationen auszurüsten. Gleichzeitig investiert VW Milliarden und baut seine Werke um. Klar ist: Mobile Shopper steuern künftig gezielt die Märkte an, bei denen sie während des Einkaufs Strom tanken können“, prognostiziert Megerle.

Mark Wohltmann auf dem MCS Convenience CampusBewusst provozieren wollte auch Mark Wohltmann, Europa-Chef der National Association of Convenience Stores. „Kommt das Ende der Tankstelle?“, fragte er ins Publikum. Der Benzinverbrauch sei rückläufig, für viele junge Menschen sei der Führerschein kein Statussymbol mehr. Zunehmende Home-Office-Arbeitsplätze reduzierten die Tankstopps. „Dieser geänderte Lebenswandel wird beeinflussen, wann und wozu wir künftig Tankstellen besuchen“, so Wohltmann, der eine Reihe von Shopkonzepten ausländischer Stationen vorstellte, die an diese veränderten Rahmenbedingungen anknüpfen. „Wir müssen in Food-Service investieren“, lautete sein Fazit. Das gehe aber nur, wenn man sich vom Verkäufer zum Gastgeber wandle und zudem auf das jeweilige Umfeld abgestimmte Sortimente und Services anbiete.

Der MCS-„Future Corner“ in der Ausstellungshalle vermittelte konkrete Ansätze, mittels moderner Technologien das Shopgeschäft zu digitalisieren. So verwandeln kompakte Beamer in Sekundenschnelle jeden Bistrotisch in einen Touchscreen, 3D-Drucker können Ersatzteile vor Ort herstellen, mit denen sich ein Tankstellen-Sortiment neu profilieren kann.

Future Zone auf dem MCS Convenience CampusFuture Zone auf dem MCS Convenience Campus

Anja Förster auf dem MCS Convenience Campus„Die Zukunft wird nicht mehr länger durch Effizienzsteigerung, sondern durch Innovationskraft, Querdenken und Sich-selbst-in-Frage-stellen gestaltet. Heute sind notorisch neugierige Menschen gefragt, die zu Experimentieren bereit sind und die mutig tradierte Überzeugungen hinterfragen“, redete Bestsellerautorin und Managementberaterin Anja Förster den Händlern ins Gewissen. „Der erfolgreiche Unternehmer ist progressiv oder gar nicht.“

Genau solche Impulse waren es, die MCS-Geschäftsführer Torsten Eichinger mit im 2. MCS-Convenience Campus setzen wollte. „Handel ist und bleibt Wandel. Es liegt nun an uns, den Handel der Zukunft zu gestalten.“

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