Synergie von Lebensmittelgroßhandel und Convenience – 20 Jahre MCS

Synergie von Lebensmittelgroßhandel und Convenience – 20 Jahre MCS

Der MCS-Blog interviewte MCS-Geschäftsführer Torsten Eichinger anlässlich des 20. Geburtstages der MCS und fragte nach zu den Themen Nahversorger Tankstelle oder Tankstellenmittelstand.

Herr Eichinger, die MCS wird in diesem Jahr 20. Wie lange sind Sie eigentlich schon dabei?

Ich bin seit 1998 offiziell dabei, hatte meine ersten Berührungspunkte aber schon 1996. Vor der offiziellen Gründung.

Wie das?

Ich hatte bereits während meines Studiums, als die MCS noch ein Projekt war, mit der MCS zu tun. Ich habe mich damals mit den Einkaufs-Kollegen aus den Großhandlungen beispielsweise um das nationale Kernsortiment gekümmert. Das war eine sehr spannende Zeit. Die Sortimente waren damals im Vergleich zu den LEH-Sortimenten teilweise exotisch.

Insgesamt war der Convenience-Markt damals sehr spannend. Es war eine Aufbruchstimmung, oder?

Ja, das ist wahr. Ich vergleiche das heute gerne mit dem Lebensmittel „Online-Shopping“. Alle wollen irgendwie mitspielen, aber nur wenige können es.

Aber die MCS konnte von Beginn an Convenience? Was haben die MCS-Großhandlungen anders gemacht.

Die MCS-Großhandlungen hatten damals schon Erfahrung in der Belieferung von Tankstellen und Kiosken. Sie kannten damit die speziellen Anforderungen beispielsweise von Tankstellen oder auch Bahnhof-Shops.

Auch andere Unternehmen, wie Tengelmann oder ein TK-Logistiker suchten damals ihr Heil in Convenience und hatten hochtrabende Pläne, die nicht verwirklicht werden konnten. Wir hingegen waren mittelständisch bodenständig unterwegs und konnten so sukzessive Kunden und damit Marktanteile gewinnen.

Wir haben von vornherein auf unseren Außendienst gesetzt, der den Kunden berät und ihm zu mehr Geschäft verhilft. Diese Kundennähe ist auch heute noch essentiell für unsere Kunden.

Also war die Kombination LEH-Background und Convenience-Ausrichtung nicht hinderlich?

Nein, ganz im Gegenteil. MCS-Partner wie Cames waren damals schon stark in beiden Segmenten. Andere Kollegen wie LHG oder Utz haben in kürzester Zeit ihre starke Stellung in ihrer Region erreicht. Das lag sicher an der generellen Stärke aus der Region heraus und der Feinlogistik, die für die Belieferung auch des kleinflächigen LEHs bereits erfolgreich genutzt wurde.

Demnach ist die MCS gerüstet für den "Nahversorger Tankstelle" der Zukunft?

Wir sind seit 20 Jahren bereit dafür. Für uns ist das auch nichts Neues. Auch in der Vergangenheit haben wir bereits standortspezifische Tankstellen mit Nahversorgersortimenten realisiert.

Nun bekommt das Ganze durch verschiedene Faktoren Dynamik. Ich behaupte sogar, dass wir im Vergleich zu anderen besser gerüstet sind.

Wieso das?

Weil wir eben nicht nur die Convenience-Feinlogistik beherrschen und die Anforderungen des Marktes genau kennen, sondern teilweise schon seit über 120 Jahren Kleinstverkaufsstellen im LEH beliefern und beraten – während sich die großen LEH-Konzerne davon abgewendet haben.

Demnach ist die MCS gerüstet für die nächsten 20 Jahre?

Ja – und darüber hinaus. Solange Flexibilität, Kundennähe und Kompetenz gefragt sind, mache ich mir keine Sorgen. Unsere Zielgruppe wächst ja sogar und wir sind zuversichtlich, dass wir auch davon profitieren.

Welche der MCS-Zielgruppen wächst?

Zum Beispiel der Tankstellenmittelstand. Die Dynamik und das Wachstum im Tankstellenmarkt ist vorrangig durch den Mittelstand geprägt. Diese mittelständischen Mineralölhändler und Tankstellenbetreiber sind genau unser Klientel. Mit diesen arbeiten wir auf Augenhöhe, denn auch unsere Großhandlungen sind mittelständisch geprägt. Sie sprechen damit eine Sprache mit ihren Kunden.

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