Utz: Eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Utz Spatenanstich

Der oberschwäbische Lebensmittelgroßhändler investiert in eine noch leistungsstärkere Logistik. „Handel ist Wandel“: Wer könnte das authentischer vertreten als der Lebensmittelgroßhändler Utz aus dem oberschwäbischen Ochsenhausen? Rainer Utz führt das Familienunternehmen in der dritten Generation. Und rüstet sich mit dem Ende März erfolgten Spatenstich zur Erweiterung des Logistikzentrums für die Zukunft.

Was für ein Unterschied: 1977 – das Jahr, in dem Rainer Utz seine Ausbildung im Familienbetrieb beginnt – ist der Lebensmittelhandel von vielen Wettbewerbern und einer kleinteiligen Nahversorgung geprägt. Doch während im Laufe der Jahrzehnte viele Händler – selbst Fachgroßhändler – von der Bildfläche verschwinden, wächst Utz behutsam weiter. Der wohl größte Schritt: 2005 ziehen Verwaltung, Lager und Logistik in das im Gewerbegebiet neu eröffnete, 20.000 Quadratmeter große Areal um. Das muss Utz nur fünf Jahre später erneut vergrößern, 2019 lädt der Mittelständler zum Spatenstich für weitere 2.500 Quadratmeter Lagerfläche. „Wir beliefern heute etwa 1.000 Kunden und sind für viele Convenience-Stores die erste Anlaufstelle. Zugleich sichern wir die Nahversorgung. Unsere Lieferanten und Wettbewerber respektieren unsere Wachstumsraten und schätzen uns als kompetenten Player“, resümiert Rainer Utz.

Möglich machte dies auch die bereits 1997 gestartete Kooperation mit der bundesweit agierenden MCS-Gruppe. Für Utz eine „ganz wichtige Vertriebsunterstützung“, sei es im nationalen Convenience-Shopgeschäft oder beim Marketing. „Wir profitieren von gemeinsamen Waren-Aktionen und einer gemeinsamen Verkaufsförderung“, lobt der Inhaber. „Als Mittelständler mit 105 Mitarbeitern könnten wir dies in dieser Form gar nicht bewerkstelligen.“ Stattdessen investiert der Lebensmittelgroßhändler seine Ressourcen in die aktive Kundenbetreuung. „Ware liefern können viele. Doch der Mensch macht den Unterschied“, ist sich Utz sicher. Inzwischen zählt er rund 300 Tankstellen-Shops zu seinen Kunden, das Liefergebiet erstreckt sich über einem Bereich zwischen der A5 bis nach München. „Wir legen großen Wert auf direkten Kundenkontakt. Unsere Außendienstler kennen die Betreiber teils seit vielen Jahrzehnten persönlich. Das ist auch bei vielen unserer Fahrer der Fall. Hier weiß jeder, dass er sich auf den anderen verlassen kann.“ Innerhalb der vorgegebenen Tourenpläne verspricht der Tankstellenlieferant eine 24-stündige Warenzustellung.

Die jetzige, mehr als drei Millionen Euro teure Investition in Lager und Logistik soll den Grundstein für weiteres Wachstum legen. Dabei will Utz insbesondere im Tabaksortiment investieren, „weil ich glaube, dass wir als Tabakwaren-Großhändler noch weitere Kunden von uns überzeugen können.“ Und dann? Wo steht Utz 2030? „Hoffentlich ist dann die jetzige Erweiterung so ausgelastet, dass Lager- und Kapazitätsgrenzen erreicht sind“, lacht der Unternehmer. Um die Zukunft des Mittelständlers ist ihm nicht bange: Sein Neffe soll die vierte Utz-Generation stellen.

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