Mehr als Technologie: Wie Qwik24 neue Geschäftsmodelle für den Convenience-Handel schafft

Autonome Smart Stores entwickeln sich zunehmend von einer technischen Innovation zu einem festen Bestandteil moderner Nahversorgungs- und Convenience-Konzepte. Ob Hotel, Klinik, Ladepark, Nahversorger oder Automatentankstelle: Immer mehr Betreiber suchen nach Lösungen, die wirtschaftlich tragfähig sind und gleichzeitig den Erwartungen einer digital geprägten Kundschaft entsprechen. Mit Qwik24 hat die MCS ein Konzept entwickelt, das genau an dieser Stelle ansetzt.

Für MCS-Geschäftsführer Torsten Eichinger ist diese Entwicklung kein kurzfristiger Trend, sondern eine logische Antwort auf tiefgreifende Veränderungen im Handel.

 

Qwik24 ist nicht entstanden, weil wir einen Smart Store bauen wollten. Wir wollten eine Antwort auf die Herausforderungen des Handels von morgen entwickeln“

 

Steigende Personal- und Betriebskosten, der zunehmende Fachkräftemangel sowie der Wunsch der Verbraucher nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten machten neue Lösungsansätze erforderlich.

Dabei geht es Eichinger ausdrücklich nicht darum, den klassischen Convenience-Shop vollständig zu ersetzen. Vielmehr versteht er autonome Stores als sinnvolle Ergänzung bestehender Vertriebsformen und als eigenständiges Format für Standorte, an denen ein personell besetzter Shop kaum wirtschaftlich betrieben werden könnte. Seine Einschätzung ist eindeutig: „Die Frage lautet heute nicht mehr, ob autonome Stores kommen, sondern wer ihre Chancen als Erster nutzt.“

Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Verkaufsautomaten liegt für Eichinger im Einkaufserlebnis. Während Automaten einzelne Produkte ausgeben, ermöglicht ein Smart Store einen vollständigen Einkauf mit deutlich größerer Sortimentsvielfalt. Kunden können sich frei bewegen, Produkte vergleichen und spontan weitere Artikel auswählen. Frische Snacks, gekühlte Getränke, Mahlzeiten, Reisebedarf und Artikel des täglichen Bedarfs lassen sich übersichtlich präsentieren und flexibel an den jeweiligen Standort anpassen.

„Ein Automat verkauft Produkte. Ein Smart Store verkauft Einkaufserlebnisse“

 

Besonders großes Potenzial sieht die MCS an Standorten mit dauerhaftem oder wechselndem Besucheraufkommen. Kliniken, Ladeparks, Universitäten, Campingplätze oder unbemannte Tankstellen verfügen häufig über einen Versorgungsbedarf außerhalb klassischer Öffnungszeiten. „Überall dort, wo Menschen jederzeit einkaufen möchten, beginnt das Einsatzgebiet von Qwik24“, so Eichinger.

Qwik24 eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, neue Verkaufsstellen zu schaffen, an denen bislang überhaupt kein wirtschaftlich tragfähiges Handelsangebot vorhanden war. Statt ausschließlich bestehende Shops zu digitalisieren, können Betreiber mit vergleichsweise kompakten Flächen zusätzliche Standorte erschließen und neue Zielgruppen erreichen. Das gilt beispielsweise für Hotel-Lobbys, Gewerbeareale, Mobilitätsstandorte, Wohnquartiere oder kleinere Ortschaften.

Damit verändert sich auch die strategische Perspektive. Ein autonomer Store ist nicht allein eine Maßnahme zur Kostensenkung, sondern kann ein Instrument zur Expansion sein. Betreiber erschließen zusätzliche Umsatzpotenziale, ohne für jeden neuen Standort ein vollständiges Personal- und Betriebskonzept aufbauen zu müssen. Entscheidend bleibt jedoch, dass Standort, Sortiment, Technik und Vermarktung aufeinander abgestimmt sind.

Eine besondere Bedeutung gewinnen Smart Stores für die ländliche Nahversorgung. In vielen kleineren Orten werden klassische Lebensmittelgeschäfte aufgrund fehlenden Personals, steigender Lohnkosten, höherer Energieaufwendungen und begrenzter Kundenfrequenz zunehmend unwirtschaftlich. Mit einem autonomen oder hybriden Store-Modell lassen sich mehrere dieser Belastungen gleichzeitig reduzieren. Längere Öffnungszeiten werden möglich, ohne dauerhaft Personal vorhalten zu müssen, während kompaktere Flächen und eine gezielte Sortimentsauswahl die Betriebskosten begrenzen.

 

Nach Einschätzung Eichingers können Smart Stores deshalb ein wesentlicher Baustein sein, um Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie ersetzen dabei nicht zwangsläufig den persönlichen Kontakt vor Ort. Denkbar sind ebenso hybride Modelle, bei denen der Store zeitweise personell betreut und außerhalb dieser Zeiten autonom betrieben wird.

 

„Wenn wir die Nahversorgung auf dem Land mit den Kostenstrukturen von gestern retten wollen, werden wir scheitern. Wir brauchen neue Betriebsmodelle, sonst verschwindet der Einkauf aus immer mehr Orten“

 

Dass das Konzept auch in anderen Einsatzfeldern funktioniert, zeigt unter anderem der erste Qwik24-Standort in einem Hotel. Dort profitieren Gäste von einer rund um die Uhr verfügbaren Versorgung mit Getränken, Snacks, Reiseartikeln und Produkten des täglichen Bedarfs. Der Hotelbetreiber kann sein Serviceangebot erweitern, ohne zusätzliches Personal für einen klassischen Shop einsetzen zu müssen. Nach Einschätzung Eichingers steigert ein Smart Store damit nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Attraktivität des gesamten Standorts.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist jedoch weit mehr als die eingesetzte Technologie. Die MCS verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Standortanalyse, Sortimentsplanung, Category Management, Ladenbau, Marketing und operative Begleitung miteinander verbindet. „Ein Smart Store ist kein Technikprojekt. Er ist ein Handelskonzept“, betont Eichinger. Ein modernes Zugangssystem oder eine Selbstbedienungskasse allein sorgten noch nicht für Frequenz und Umsatz.

 

Eine zentrale Rolle spielt daher die Sortimentsgestaltung. Das Angebot muss sich an Standort, Tageszeit, Kundenstruktur und konkretem Versorgungsbedarf orientieren. Während in einem Hotel Getränke, Snacks, Reisebedarf und kleine Mahlzeiten gefragt sind, können in einem ländlichen Nahversorger Molkereiprodukte, Tiefkühlartikel, Grundnahrungsmittel und regionale Produkte im Mittelpunkt stehen. An einem Ladepark wiederum gewinnen sofort verzehrbare Speisen, Kaffee, Erfrischungsgetränke und Snacks an Bedeutung.

Auch die Vermarktung darf nach Ansicht der MCS nicht mit der Eröffnung enden. Digitale Werbeflächen, wechselnde Angebote, saisonale Sortimente und lokale Kommunikation sollen wiederkehrende Kaufanreize schaffen. „Unsere Aufgabe endet nicht mit der Eröffnung - dort beginnt sie erst richtig“, sagt Eichinger. Smart Stores müssten wie jede andere Verkaufsstelle aktiv geführt, analysiert und weiterentwickelt werden.

Sein Fazit fällt entsprechend klar aus:

„Der Smart Store wird den klassischen Shop nicht überall ersetzen. Aber er wird ihn intelligent ergänzen und an vielen Standorten überhaupt erst (wieder) Handel möglich machen.“

 

Mit Blick auf die kommenden Jahre erwartet der MCS-Geschäftsführer eine deutliche Dynamik im Markt. Autonome Store-Konzepte werden aus seiner Sicht überall dort an Bedeutung gewinnen, wo Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und ein hochwertiges Einkaufserlebnis zusammenkommen. Gleichzeitig können sie Versorgung sichern, neue Verkaufsstellen ermöglichen und bestehende Standorte um zusätzliche Öffnungszeiten ergänzen.

Für Betreiber eröffnet Qwik24 damit nicht nur neue Umsatzpotenziale. Das Konzept bietet auch die Chance, Versorgung neu zu denken und sich frühzeitig für die Zukunft des Convenience-Handels zu positionieren.

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